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28.2.2013 10:50

 

Steuersünder werden härter angepackt - auch in der Schweiz

Das Finanzdepartement hat die Weissgeldstrategie klarer umschrieben und in die Vernehmlassung geschickt. Eines ist schon mal klar: Die Banken haben sich weitgehend durchgesetzt. Es gibt künftig keine flächendeckende Prüfung durch die Banken, ob Gelder versteuert sind oder nicht. Das war immerhin noch vor einem Jahr diskutiert worden.


Die Banken müssen nach dem Vorschlag von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf nur tätig werden, wenn sie Verdachtsmomente haben. Die Verdachtsmomente werden anhand von Kriterien abgearbeitet, die im Detail weitestgehend von den Banken bestimmt bzw. von den Selbstregulierungsorganen ausgearbeitet werden. Besteht der begründete Verdacht auf Nichtversteuerung, dann müssen die Banken oder Finanz-Intermediäre die Gelder ablehnen. Das gilt übrigens nicht nur für Schweizer Kunden, sondern auch für Ausländer. Altgelder sind in der Regel nicht betroffen. 


Eveline Widmer-Schlumpf spielt ein cleveres Pokerspiel


Der Druck des Auslandes hinterlässt deutliche Spuren im Inland - denn der Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug wird nicht nur bei Ausländern aufgeweicht, sondern auch bei Inländern abgeschafft - zumindest ab einem Betrag von 600'000 Franken. Betragen die nicht deklarierten Vermögensteile mindestens diese Summe, dann handelt es sich um ein Verbrechen. Und Verbrechen fallen natürlich in die Kompetenz der Strafverfolgungsbehörden und nicht mehr in jene der Steuerverwaltung. Was über 600'000 Franken liegt, wird als Vortat zur Geldwäscherei beurteilt. Steuerdelikte, die unter 600'000 Franken liegen, werden weiterhin als Steuerhinterziehung beurteilt.


Finanzministerin Widmer-Schlumpf spielt ein cleveres Pokerspiel. Der Betrag von 600'000 Franken ist genügend hoch, dass die grosse Anzahl der Bürger kaum davon betroffen sein wird. Dass Vermögende bei Steuerdelikten schärfer angefasst werden, ist populär und dürfte mehrheitsfähig sein. Damit ist die Summe von 600'000 Franken eine politisch gewählte Grösse und damit ziemlich willkürlich.


Dass die Unterscheidung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung im Ausland nicht mehr zu erklären war, hat jetzt also greifbare Konsequenzen auch in der Schweiz. Bei grossen Deliktsummen werden auch Schweizer härter angepackt. Dieses pragmatische Vorgehen ist zu begrüssen - dabei ist aber klar, dass in Zukunft die 600'000-Franken-Grenze bei Bedarf auch sehr schnell fallen könnte - und aus Steuerhinterziehung dann wie in anderen Ländern automatisch Steuerbetrug wird. Schweizer Politiker singen zwar häufig das Hohelied auf die Steuerehrlichkeit hierzulande. Ob das in der Praxis gerechtfertigt ist, lässt sich kaum beurteilen. Verlässliche Studien dazu gibt es nicht. 



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20.2.2013 09:25

 

Nicht Daniel Vasella, der Verwaltungsrat hat versagt

Endlich - endlich sind im Fall Vasella jene ins Visier der Kritik geraten, die neben Daniel Vasella das Debakel verantworten. In der Verantwortung steht nicht Daniel Vasella allein, sondern der gesamte Verwaltungsrat. Bei der NZZ liest sich das so: «Der Novartis-Verwaltungsrat gehört an den Pranger».


Dieses Urteil trifft im speziellen den Chef des Kompensationsausschusses Enrico Vanni, der früher bei McKinsey war. Vanni ist zwar erst seit 2011 dabei, das Konkurrenzverbot dürfte schon früher ausgehandelt worden sein. Trotzdem trägt er einen wesentlichen Teil der Verantwortung. In der Kritik steht auch Vizepräsident Ulrich Lehner. Er wäre vermutlich der einzige gewesen, der aufgrund seines Gewichts dem VR-Präsidenten Vasella hätte widersprechen können. Er hat es offenbar nicht gemacht.


Lange Konkurrenzverbote sind auch in den USA nicht üblich


Ist ein Konkurrenzverbot denn nicht im Interesse des Unternehmens? Ist es, aber nicht so exzessiv wie der Novartis-Verwaltungsrat das auslebte. Konkurrenzverbotsverträge haben in der Schweiz eine gesetzliche Laufzeit von 3 Jahren. Wie kommt der Verwaltungsrat dazu, einen solchen Vertrag auf 6 Jahre zu verlängern?


Der Verwaltungsrat kann sich auch nicht damit herausreden, dass das alles in den USA so gemacht wird und international völlig normal ist. Laut NZZ sind Konkurrenzverbotsklauseln in den USA auf 1 Jahr begrenzt und werden nicht speziell abgegolten. 


In der Schweiz sind Gerichte in Sachen Konkurrenzverbot restriktiv. Eineinhalb bis 2 Jahre sind schon schwer gerichtlich durchzusetzen, sagen Juristen. Die Verwaltungsräte haben also nicht im Interesse der Gesellschaft gehandelt, wenn sie Daniel Vasella 6 Jahre gewährt haben. 


Alles kommt ans Licht


Dazu kommt, dass die Höhe der Abgeltung, also die berühmten 72 Millionen, offensichtlich völlig willkürlich gewählt worden sind. Es gibt keine nachvollziehbare Begründung, wie man auf diesen Betrag gekommen ist, ausser dass man einfach das letzte Salär von Vasella versechsfacht hat.


Eines lässt sich in diesem Fall auch festhalten: Firmen können heute nichts mehr verheimlichen, nichts mehr unter den Teppich kehren. Solche VR-Entscheide kommen irgendwann ans Licht, sei es durch Indiskretionen, sei es durch die sozialen Medien. Insider können heute solche Entscheide publik machen, die dann innert Minuten zu Empörungswellen und einem Reputationsproblem für das Unternehmen werden. 


Ein Krisenkommunikationsexperte hat in diesem Zusammenhang einen wahren Satz gesagt: «Intransparenz birgt ein enormes Enthüllungspotenzial» (Roland Binz im Tages-Anzeiger). Diesen Satz sollten Kommunikationsverantwortliche und vor allem ihre Chefs goldig einrahmen und an die Bürowand hängen.



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13.2.2013 13:04

 

Die Nationalbank sagt Immobilien-Blase den Kampf an

Also doch! Es war lange vermutet worden, jetzt hat die Nationalbank gehandelt. Sie hat den antizyklischen Kapitalpuffer aktiviert - das ist ein neues Mittel gegen den überbordenden Hypothekenmarkt. Kurz gesagt: Banken müssen ihre Hypotheken mit mehr Eigenkapital unterlegen. Das verteuert für die Bank die Hypotheken-Vergabe. Die Hoffnung ist nun, dass die Banken weniger Hypotheken vergeben. 


Die Nationalbank zieht die Notbremse, weil die Hypothekar-Ausleihungen in den letzten Monaten weiter stark gewachsen sind. Die Banken haben zwar Mitte letzten Jahres gewisse Selbstregulierungsvorschriften aufgestellt. So kann ein Hypothekarschuldner heute nur noch 10 Prozent des benötigten Kapitals mit seinem Pensionskassengeld finanzieren. Es braucht mindestens 10 Prozent echtes Eigenkapital.


Crash wie in den 90ger Jahren ist nicht auszuschliessen


Aber diese Selbstregulierung hat in den Augen der Nationalbank zu wenig gefruchtet. Die Überhitzung auf dem Immobilienmarkt hat sogar noch zugenommen. Das birgt die Gefahr, dass es irgendwann zu einem Rückschlag bei den Immobilienpreisen kommt. Ein Crash wie in den 90ger Jahren ist nicht ganz auszuschliessen. Das würde aber viele Banken in Bedrängnis bringen - vor allem jene, die besonders stark im Hypothekarsektor sind, wie die Kantonalbanken oder die Raiffeisenbanken.


Aus Sicht der Nationalbank ist die Gefahr so gross, dass jetzt Gegensteuer gegeben werden muss. Das ist vernünftig, denn die Nationalbank kann die Kapitalpuffer dann wieder aufheben, wenn sich die Lage beruhigt. Mehr Eigenkapital bei den Banken kann jedenfalls nicht schaden. Der Direktor der Eidg. Finanzverwaltrung Serge Gaillard beziffert den zusätzlichen Kapitalbedarf auf 3 Milliarden Franken. 


Hypotheken dürften teurer werden


Was bedeutet das für die Bank-Kunden? Die Massnahme führt bei den Banken zu zusätzlichen Kosten von 300 Mio Franken. Diese werden sie auf ihre Kunden umlagern, d. h. Hypotheken dürften teurer werden.


Variable oder Libor-Hypotheken können schnell angepasst werden. Inwieweit Banken auch Festhypotheken aufgrund der Nationalbank-Massnahme verteuern können, ist umstritten. Es gibt Banken, die einen Vertragspassus kennen, der es ihnen erlaubt, bei Mehrkosten aufgrund behördlicher Massnahmen die Preise anzupassen. Das gilt aber längst nicht bei allen Festhypotheken. Und einige Banken werden sich bei guten Kunden hüten, diese Klausel anzuwenden. Denn es herrscht immer noch viel Wettbewerb auf dem Hypothekar-Sektor.



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7.2.2013 12:25

 

UBS oder Credit Suisse: Wer gewinnt, wer verliert?

Nach der Präsentation der Jahreszahlen häufen sich natürlich wieder die Vergleiche der beiden Schweizer Gorssbanken. Welche Bank steht besser da? Wer hat es besser geschafft, die angesichts einer verschärften Regulierung neuen Spielregeln ins eigene Geschäftsmodell anzupassen? Die Antwort fällt - trotz des ausgewiesenen Gewinns der CS und des Verlustes des UBS - ausserordentlich schwer. Denn die Grossbanken rapportieren nach verschiedenen Buchhaltungssystemen, die Bilanzen sind gespickt mit Sonderfaktoren, und es werden so vielen Zahlen präsentiert, dass selbst eingefleischte Buchhalter vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Fast schon ein hoffnungsloses Unterfangen, hier Ordnung zu schaffen.


Ich greife deshalb auf drei Kerngrössen zurück, die für die weitere Entwicklung beider Banken zentral sein werden: 


1. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis, das aufzeigt, wie gut die Bank ihre Kosten im Griff hat
2. Die neuen Kundengelder, die in die Bank geflossen sind als Massstab für die weltweite Attraktivität bei den Investoren
3. Die Margen, die auf diesen zugeflossenen Vermögen erzielt werden


Da beide Banken ihre Vermögensverwaltungs-Aktivitäten zulasten des Investment-Bankings ausbauen werden, sind die Punkte 2 und 3 zentral.


Beide Banken haben im letzten Jahr über 2000 Mitarbeiter abgebaut


Beim Kosten-Ertragsverhältnis hat die CS die Nase vorn. Mit 80 Prozent fürs Jahr 2012 ist die CS besser platziert als die UBS, die ja Verluste schreibt. Damit sind die Kosten sogar höher als die Erträge. Auch bei der CS sind die Kosten aber nach wie vor hoch. Kein Wunder, will CS-Chef Brady Dougan noch mehr sparen. Kein gutes Omen für die Mitarbeiter. Beide Banken haben übrigens im letzten Jahr über 2000 Mitarbeiter abgebaut. Die CS weigert sich konsequent bekanntzugeben, welche Konsequenzen die neuen Sparmassnahmen auf das Personal haben. Hier ist die UBS deutlich transparenter, sie will ja insgesamt über die nächsten Jahre 10'000 Stellen abbauen.


Bei den zugeflossenen Vermögen hat die UBS eindeutig die Nase vorn - mit rund 34 Milliarden gegen rund 11 Milliarden bei der CS. Allerdings ist die UBS in der Vermögensverwaltung viel bedeutender und operiert von einer grösseren Basis aus, da ist es einfacher, Geld in grossem Stil einzusammeln. Bei der CS fällt aber auf, dass die Integration der Bank Clariden Leu ins Private Banking der CS nicht wirklich optimal verlaufen ist. 7,5 Milliarden sind aufgrund dieser erzwungenen und offenbar von vielen Kunden nicht erwünschten Integration abgeflossen. Das hätte besser laufen müssen.


Bei den Margen, die die Grossbanken auf ihren Vermögen verdienen, ist die CS mit 110 Basispunkten auf den verwalteten Vermögen markant besser. Die UBS verdient deutlich weniger. Was für die Kunden aber vermutlich ein Vorteil ist, denn höhere Margen bedeuten ja, dass die Kunden viel stärker zur Kasse gebeten werden. Bei der CS wird ja häufig kritisiert, sie verkaufe ihren Kunden teure strukturierte Produkte, was die Margen hoch halte.


Für die meisten Anleger wird die UBS attraktiver sein


Insgesamt kann man von einem recht ausgeglichenen Match sprechen. Beide Grossbanken haben ihre spezifischen Probleme - ein deutlicher Vorteil für die eine oder andere ist nicht auszumachen, auch weil sich die Geschäftsmodelle gar nicht so stark unterscheiden.


Die UBS hat noch zwei Trümpfe im Ärmel: Sie weiss bereits, wie hoch ihre Libor-Busse ausfällt und hat diese schon im vierten Quartal 2012 abgebucht, und sie hat den US-Steuerstreit hinter sich gelassen. Im Fall USA droht der CS noch eine Busse, sie hat darum bereits Rückstellungen gebildet. Zudem ist unklar, was der Libor-Skandal für die CS bedeutet.


Für Anleger, die immer noch stark Sicherheit und Kontinuität suchen, wird die UBS angesichts ihrer stärkeren Kapitalisierung und des jetzt eher konservativeren Geschäftsmodells mit weniger Investment-Banking attraktiver sein. Die CS muss zeigen, dass das nach wie vor sehr zyklische Investment-Banking künftig nicht - wie in der Vergangenheit - die Gewinne im Vermögensverwaltungs-Geschäft auffrisst.



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31.1.2013 16:02

 

Langweilig statt arrogant: Versicherungen lösen die Banken als Wachstumstreiber ab

Die Neuaufstellung der Deutschen Bank werde Jahre dauern, nicht Monate, hiess es diese Woche an ihrer Pressekonferenz. Ähnlich argumentierte UBS-Präsident Axel Weber. Die Neupositionierung der UBS inklusive des Kulturwechsels werden Jahre in Anspruch nehmen, sagte Weber am WEF. Nächste Woche werden die grossen Schweizer Finanzinstitute ihre Zahlen für 2012 vorlegen - und jetzt schon ist klar, dass die Zahlen durch viele Sonderfaktoren verzerrt sein werden. Gleichzeitig werden die Bank-Resultate auch zeigen, dass jetzt kleinere Brötchen gebacken werden.


Immerhin kennt die UBS ihre Busse


Wie die Deutsche Bank, so wird auch die UBS im vierten Quartal einen Milliardenverlust ausweisen. Der Grund ist klar: Die Busse im Fall Libor sprengt alle bisherigen Massstäbe. 1.5 Milliarden Dollar werden fällig und im vierten Quartal abgebucht. Das dürfte auch zu einem operativen Jahresverlust führen. Immerhin kann man festhalten: Die UBS weiss ihre Busse schon, die Deutsche Bank, aber auch die CS bleiben noch im Ungewissen. Damit wissen auch die Anleger nicht, auf was sie sich einlassen.


UBS wie CS sind in einem Umbau begriffen, beide Banken müssen ihr Investment-Banking «domestizieren», das heisst keinen Eigenhandel mehr, keine spektakulären Wetten auf eigene Rechnung, sondern eine Investment-Bank, die sich ganz in den Dienst der Kunden stellt.


Ob das überhaupt möglich ist, ohne die Investment-Bank abzutrennen, darüber gehen die Meinungen auseinander. Denn wenn eine Investment-Bank vom internen Kapitalfluss (z. B. aus der Vermögensverwaltung) profitieren kann und ihr nicht die echten Kapitalkosten verrechnet werden, dann werden Investment-Banker immer risikoreichere Geschäfte eingehen, als dies ökonomisch sinnvoll ist. Nur eine Abtrennung der Investment-Bank mit eigener Börsenkotierung könne das ändern, sagen gewisse Experten. Dagegen sträuben sich die Bank-Manager aber mit Händen und Füssen. Macht abzugeben und damit kleinere Brötchen backen, ist für viele undenkbar.


In Beratung und Perfomance noch Verbesserungspotenzial


Gleichzeitig müssen die Grossbanken, aber auch Vermögensverwalter wie Bär und Vontobel, die ebenfalls nächste Woche ihre Abschlüsse vorlegen, beweisen, dass sie in einem Vermögensverwaltungsgeschäft ohne den Vorteil des Schwarzgeldes erfolgreich sein können. Bisher waren zwar der Service der Schweizer Banken und die Professionalität gut, in Sachen Beratung und vor allem Performance der verwalteten Gelder gibt es noch deutliches Verbesserungspotenzial. Hier ist man bestenfalls im Mittelfeld.


Neuerdings wollen die Schweizer Banken stark auf das Asset Management setzen, hier werden vor allem institutionelle Gelder von Pensionskassen und Fonds verwaltet. Dieses Geschäft beinhaltet keine Steuerrisiken, aber ist hochkompetitiv. Hier herrschen Firmen wie Blackrock oder State Street Bank, die viel mehr Geld verwalten als die Schweizer Grossbanken im Asset Management. Die CS hat jetzt sogar einen Teil des Geschäfts mit indexierten Fonds (ETF) verkauft. Einfach weil sie international zuwenig Gewicht auf die Waagschale brachte. So liess sich das Geschäft nicht profitabel betreiben.


Dies alles zeigt, dass die Banken ihr Geschäft neu erfinden müssen - und das dauert. Das schnelle Geld ist vorbei. Die «Masters of the Universe» sind auf dem harten Boden der Realität gelandet. Deshalb werden auch die Löhne und Boni weiter unter Druck kommen. Wenn die Zürcher Regierung in einer neuen Studie schreibt, dass die Wachstumslokomotive in der Schweizer Finanzbranche in den nächsten Jahren nicht die Banken, sondern die Versicherungen sind, dann kann man ermessen, wie gewaltig der Umbruch ist. Die langeweiligen Versicherungen als Wachstumstreiber? Welch ein Wandel!



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